Sonntag, 1. November 2015

Hey, meine Süßen.

Da bin ich wieder. Eure Nalla. Gestern Abend sind mir noch soooo viele Ideen gekommen, die ich euch erzählen will. Allerdings kann ich das nicht alles in einem einzigen Post unterbringen. Also fange ich einfach mal mit der ersten Idee an.

Momentan lese ich zum zweiten Mal die Buchreihe "Nur ein kleiner Sommerflirt" von Simone Elkeles. (Der erste Teil: "Nur ein kleiner Sommerflirt", zweiter: "Zwischen uns die halbe Welt", dritter: "Kann das auch für immer sein?")
    Es geht um ein Mädchen namens Amy. Sie wohnt in Chicago und lebt dort mit ihrer Mutter. Ihr Vater ist ein Israeli, der sie in den Sommerferien nach Israel zu seiner Familie mitnimmt. Amy´s Eltern waren nie verheiratet und das macht dem Mädchen ziemlich zu schaffen.

Meine Eltern waren auch nie verheiratet. Ihr erinnert euch daran, dass ich mit meinem Papa auch zusammen lebe? Er ist eigentlich nicht mein richtiger Dad. Mein Stiefvater sozusagen. Im Gegensatz zu Amy waren meine Eltern eine ganze Weile zusammen. Allerdings waren sie nie verheiratet.

Ich kann mich kaum noch an meinen Erzeuger erinnern. Er und meine Mum haben sich getrennt, als ich noch ziemlich klein war. Anfangs hat er meinen Bruder und mich öfter abgeholt, allerdings kann ich mich noch gut an einen Tag erinnern, an dem er nicht gekommen war. Damals saß ich traurig auf der Treppe unserer Haushälfte, weil er uns mal wieder versetzt hatte. Vielleicht kann ich ihn deshalb nicht leiden. Es ist nicht so, dass ich ihn hasse, aber ich kenne ihn nicht und will es auch nicht. Für mich gehört er einfach nicht zur Familie. Deshalb hat er den Titel "Papa" meiner Meinung nach auch nicht verdient.
    Wenn ich daran denke, dass er irgendwann von mir Geld oder Unterkunft verlangen kann, wird mir ganz komisch. Schließlich hat er für meinen Bruder und mich nie bezahlt. War ja auch kein Wunder. Schließlich hatte er nie einen Job und hat sich immer beschwert, dass mein Bruder und ich so viel von ihm wollen, wenn er mal auf uns aufgepasst hat.

Meine Mama hat mir heute wieder erzählt, dass ich, als sie mit meinem Bruder im Krankenhaus war, nicht bei meinem Erzeuger bleiben wollte. Und als ich ein großes Theater gemacht haben, als ich mit ihm einen Besen kaufen gehen sollte, wollte er auch nicht mehr auf mich aufpassen. Ich frage mich, wie es wohl war, als ich danach mit ihm zuhause war. Aber ich kann mich nicht mehr erinnern.

Was ich eigentlich in diesem Beitrag sagen wollte, war dass ich Amy aus "Nur ein kleiner Sommerflirt" nicht verstehe. Ich wollte nie, dass meine Eltern wieder zusammen kommen und als (!Achtung Spoiler!) meine Mama, wie Amy´s Mutter, schwanger von ihrem neuem Mann war, habe ich mich total gefreut. Im Gegensatz zu Amy. Sie hatte das Gefühl, dass ihre Mutter eine neue Familie gründen würde. Ich habe nie so gedacht. Ich bin auf meine Geschwister auch nicht wirklich eifersüchtig, wie zum Beispiel die Schwestern meiner Mutter.
    Vielleicht ist das einfach so, weil ich meine Familie liebe. Ich liebe sie einfach bedingungslos, auch wenn ich es ihnen nicht sagen kann. Aber ich weiß, dass sie wissen, wie viel sie mir bedeuten.

Das wars für heute. Seid immer lieb zu euren Geschwistern, denn andere haben nicht das Glück eine Schwester oder einen Bruder zu haben. Ich bin der Meinung, Geschwister sollten zusammenhalten. Freunde kommen und gehen, aber die Familie bleibt für immer.

Bussi und vergesst nie, wer ihr wirklich seid.

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